Wie funktioniert die virtuelle Darmspiegelung?
Eine virtuelle Darmspiegelung dauert nur wenige Sekunden. Es werden dabei mit einer speziellen Software dreidimensionale Aufnahmen – eine in Bauchlage und eine in Rückenlage – mit dem CT gemacht (keine Röhre). Mit dem so möglichen virtuellen Flug durch den Darm ergeben sich auch Blickwinkel, die bei der herkömmlichen Darmspiegelung so nicht möglich sind (z.B. hinter die Darmfalten). Der Dickdarm wird so vollständig abgebildet und kann nach Veränderungen untersucht werden, dabei können trotz Engen oder Verwachsungen oder bei verschlungenem und überlangem Darm alle Bereiche des Darmes gleich gut beurteilt werden. Zudem wird der Darm von Außen betrachtet, was wichtig ist z.B. bei der Beurteilung von funktionellen Störungen.
Die virtuelle Darmspiegelung ist damit berührungsarm und schmerzfrei. Narkose- oder Kontrastmittel werden nicht benötigt. Es besteht auch kein Infektionsrisiko. Das verwendete CO2 zur Darmentfaltung wird vom Patienten schon nach wenigen Minuten nicht mehr wahrgenommen.
Es wird unmittelbar vor der Untersuchung mit einem dünnen Katheter in den Anfang des Darmes gegeben. Dies geschieht druck- und volumenkontrolliert.