Untersuchungsablauf

Wie funktioniert die virtuelle Darmspiegelung?

Eine virtuelle Darmspiegelung dauert nur wenige Sekunden. Es werden dabei mit einer speziellen Software dreidimensionale Aufnahmen – eine in Bauchlage und eine in Rückenlage – mit dem CT gemacht (keine Röhre). Mit dem so möglichen virtuellen Flug durch den Darm ergeben sich auch Blickwinkel, die bei der herkömmlichen Darmspiegelung so nicht möglich sind (z.B. hinter die Darmfalten). Der Dickdarm wird so vollständig abgebildet und kann nach Veränderungen untersucht werden, dabei können trotz Engen oder Verwachsungen oder bei verschlungenem und überlangem Darm alle Bereiche des Darmes gleich gut beurteilt werden. Zudem wird der Darm von Außen betrachtet, was wichtig ist z.B. bei der Beurteilung von funktionellen Störungen.

Die virtuelle Darmspiegelung ist damit berührungsarm und schmerzfrei. Narkose- oder Kontrastmittel werden nicht benötigt. Es besteht auch kein Infektionsrisiko. Das verwendete CO2 zur Darmentfaltung wird vom Patienten schon nach wenigen Minuten nicht mehr wahrgenommen.
Es wird unmittelbar vor der Untersuchung mit einem dünnen Katheter in den Anfang des Darmes gegeben. Dies geschieht druck- und volumenkontrolliert.

Die virtuelle Darmspiegelung mit minimaler Strahlendosis – low dose Technik –

Die Untersuchung wird in der sog. low dose Technik durchgeführt, die Strahlenbelastung ist daher speziell bei der virtuellen Koloskopie mit 0,8 – 1,6 mSv sehr gering. Dies entspricht ca. der Hälfte der natürlichen jährlichen Umgebungsstrahlung in Deutschland, die bei 2,4 mSv liegt. Im Vergleich zu einem normalen Bauch-CT beträgt die Strahlenbelastung nur 1/10.

Erweiterte Vorsorge:

Im selben Untersuchungsgang kann eine krankhaft erweiterte Bauchschlagader (Aneurysma) erkannt werden.
Ebenso wird eine mögliche Refluxerkrankung durch Nachweis einer Hiatushernie (Zwerchfellbruch) sichtbar. Auch gutartige Veränderungen (Leber- und Nierencysten sowie Nieren- und Gallensteine) können nachgewiesen werden. Sollten hierbei Auffälligkeiten festgestellt werden, so werden diese im Befundbericht mit vermerkt.

Im Überblick

Die Untersuchung ist berührungsarm und schmerzfrei.
Es werden weder Narkose- noch Kontrastmittel benötigt.
Es besteht kein Infektionsrisiko.
Im Bauchraum kann nichts verletzt werden.
Es ist keine Narkose notwendig.
Die Strahlenbelastung für den Patienten ist sehr gering, die Untersuchung wird in low-dose Technik durchgeführt