Die Virtuelle Darmspiegelung wird nunmehr seit 2004 im Chirurgischen Institut ambulant in Berlin und seit 2012 in Schleswig-Holstein ohne eine untersuchungsbedingte Komplikation durchgeführt.
Die Virtuelle Darmspiegelung eignet sich als Untersuchungsverfahren zur Diagnostik gutartiger und bösartiger Veränderungen bei unklaren Beschwerden im Bauchraum, wenn herkömmliche Untersuchungsverfahren wegen besonderer Risiken nicht durchgeführt werden können. Die diagnostische Sicherheit liegt bei über 90 Prozent. Sie erkennt sicher die häufigsten Veränderungen im Dickdarm, die zu Darmkrebs führen können. Hierbei ist wichtig zu wissen: Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen gibt es bei Darmkrebs die große Chance, die Erkrankung durch Vorsorge zu verhindern oder in einem sehr frühen, heilbaren Stadium zu entdecken. Denn Darmkrebs kann sich aus harmlosen, gutartigen Vorstufen, sog.Polypen entwickeln. Die rechtzeitige Entdeckung und Entfernung dieser Polypen kann so die Entstehung von Darmkrebs verhindern. Aber auch ein früh entdeckter Darmkrebs ist mittlerweile durch den medizinischen Fortschritt zu 90-100% heilbar.
Die Darmspiegelung gilt in Deutschland bisher als Goldstandard. Die virtuelle Darmspiegelung stellt eine sinnvolle Ergänzung dar, wenn die Darmspiegelung aus bestimmten Gründen nicht möglich ist.