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Virtuelle Darmspiegelung
als schonendes und berührungsarmes Untersuchungsverfahren
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Hier können Sie sich das Patienteninformations- und Aufklärungsblatt
zur Virtuellen Koloskopie im PDF-Format downloaden:
Patienteninfo Virtuelle Koloskopie
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Bei der Virtuellen Darmspiegelung werden durch Berechnung an einem
ultraschnellen Mehrschicht- Computertomographen Bilddaten in dreidimensionalen
Ansichten erzeugt, die den Bildern aus einem optischen Endoskop sehr
ähnlich sind. Mit der so möglichen virtuellen Fahrt durch den Darm werden
alle Blickwinkel und Blickrichtungen möglich, die bei der herkömmlichen
Darmspiegelung so nicht möglich sind (z.B. hinter die Darmfalten).
In nur 2 x 20 Sekunden werden alle Daten in der "Computerscheibe" vom
Patienten aufgenommen und dann unabhängig vom Patienten am Computer
weiterverarbeitet und vom Arzt sofort befundet Der Dickdarm wird vollständig
abgebildet, ohne dass ein Endoskop (Schlauch) eingeführt werden muss,
selbst bei Divertikeln, Engstellen oder Verwachsungen.
Die Virtuelle Darmspiegelung ist damit berührungslos und schmerzfrei.
Schmerz- oder Beruhigungsmittel werden nicht benötigt. Es besteht kein
Infektionsrisiko.
Die Untersuchung wird in sogennanter low dose Technik
durchgeführt. Entgegen der weitverbreiteten Auffassung ist die Strahlenbelastung
speziell bei der Virtuellen Koloskopie daher mit 0,9-1,2 mSv sehr gering.
Dies entspricht ca. der Hälfte der natürlichen jährlichen Umgebungsstrahlung
in Deutschland, die bei 2,4 mSv liegt.
In zahlreichen Studien konnte mittlerweile die hohe Trefferquote bei
der Suche nach Polypen und kleinen Darmtumoren nachgewiesen werden (ab
ca. 3 mm Größe). Die Virtuelle Koloskopie stellt somit eine sinnvolle
Ergänzung in der Diagnostik und Prävention von Darmtumoren dar. Insbesondere
kann erwartet werden, dass die bisher schlechte Akzeptanz der Vorsorgeuntersuchungen
mit nur 3% deutlich erhöht wird und damit mehr als die bisherigen 10%
der Darmkrebserkrankungen in Deutschland im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen
entdeckt werden.
Konventionelle oder Virtuelle Darmspiegelung
Bei über 300.000 durchgeführten Darmspiegelungen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen
fanden sich bei 14% der Untersuchten ein oder mehrere behandlungspflichtige
Polypen und bei 0,7% ein Darmtumor.
Bei über 80% dieser untersuchten Fälle hätte die schmerzfreie und mit
weniger Belastung für den Patienten verbundene Virtuelle Darmspiegelung
zur Abklärung ausgereicht, da keine behandlungspflichtigen Veränderungen
gefunden wurden. Die vorgeschaltete Virtuelle Darmspiegelung könnte
somit gezielt nur die Patienten der konventionellen Darmspiegelung zuführen,
bei denen die Behandlung und Entfernung der gefundenen krankhaften Veränderungen
notwendig ist (Berliner Modell der Darmkrebsvorsorge).
Die Virtuelle Darmspiegelung ist besonders geeignet für Patienten:
- nach erlittenem Herzinfarkt
- mit Medikamentenallergie
- mit Einnahme von blutgerinnungsbeeinflussenden Medikamenten
- bei Divertikeln und starken Verwachsungen
- mit künstlichem Darmausgang
- nach erfolgloser oder unvollständiger endoskopischer Darmspiegelung
- mit künstlichem Darmausgang
- mit großer Angst vor der herkömmlichen Darmspiegelung
Da die Darmvorbereitung für beide Untersuchungsverfahren die Gleiche ist,
werden bei uns beide Verfahren angeboten, um nochmalige Unannehmlichkeiten
für den Patienten zu vermeiden. So kann die herkömmliche Darmspiegelung
mit dem Endoskop zur Entfernung von Veränderungen direkt im Anschluß erfolgen.
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